Wärmeverteilung

Strahlungswärme ist die gesündeste Wärme

Je größer die Heizfläche zur Wärmeabgabe in einem Raum ist, umso größer ist der
Anteil an Strahlungswärme, umso gleichmäßiger erfolgt die Wärmeabgabe und umso
behaglicher fühlt man sich.

Temperaturdifferenzen von mehr als 3 Grad C in einem Raum empfindet man als un-
angenehm. Am gleichmäßigsten verläuft die Temperaturschichtung bei Fußboden-
heizungen.

Die zulässige Temperaturobergrenze der Fußboden-Oberflächentemperatur liegt in
Wohnbereichen bei 29 Grad C. In Bädern sind 33 Grad C und in Randzonen 35 Grad C
zulässig.

Da Strahlungswärme als besonders behaglich empfunden wird, tritt bei einer Fuß-
bodenheizung bereits bei 20 Grad C Raumtemperatur das gleiche Gefühl des Wohl-
befindens ein, wie in einem konventionell beheizten Raum bei 22 Grad C.
Das ist nicht nur angenehm und gesünder, sondern spart auch Heizkosten.
Faustregel:  Die Absenkung der Raumtemperatur um 2 Grad C spart bis zu 10 %
Heizenergie pro Jahr.

Die Kombination von Fußboden- und Wandheizung mit ihrem hohen Anteil an Strahlungswärme stellt mit Sicherheit die beste Form der Wärmeabgabe dar.

Die Temperaturspreizung, d. h. die Temperaturdifferenz zwischen Vorlauf- und Rück-
lauftemperatur, sollte 5 K betragen.

Fußbodenheizung für Neubau

UPONOR Classic Trägersystem

Das Trägersystem Uponor Classic ist das ideale Fußbodenheizsystem für variable
Bodenaufbauten im Wohnungsneubau und gewerblichen Bereich. Drei unterschied-
liche Mattenraster ermöglichen die optimale Anpassung der Heizrohrabstände an den
jeweiligen Wärmebedarf. Durch die Trennung von Heizebene und Dämmschicht ist
das System in Kombination mit belastbaren Dämmstoffen auch bei hohen Verkehrs-
lasten, wie sie z. B. in Autohäusern, Fertigungshallen, Verkaufsräumen usw. auf-
treten können, hervorragend einsetzbar.

Vorteile:

-  exakte Rohrführung, horizontal und vertikal
-  stabiler Zangeneffekt: Die Rohrhalter fixieren das Rohr auf dem
   Trägerelement
-  unversehrte Dämmschichtabdeckung
-  freie Auswahl der Dämmschichten und Dämmstoffe gemäß
   Dämmanforderung
-  schnell und einfach einzubauen durch Ein-Mann-Montage

UPONOR Noppenplattensystem Tecto

Das Uponor Noppenplattensystem Tecto ist ein Fußbodenheizungssystem für den
Einsatz in Wohn- und Nichtwohngebäuden. Der Einbau erfolgt in der Fußboden-
konstruktion unterhalb einer Lastverteilschicht aus Zement- oder Anhydritestrich.
Je nach Bodenkonstruktion und erforderlicher Belastbarkeit kann wahlweise die
Uponor Tecto Noppenplatte ND 30-2 oder ND 11 eingesetzt werden.

Vorteile:

-  einfache Ein-Mann-Montage
-  schnell zu verlegen durch Großformat 1.450 x 850 mm
-  Ausgleichs- und Verbindungselemente für die vollflächig dichte
   und verschnittsparende Verlegung (90 Grad und 45 Grad-Ver-
   legung)
-  Rohrdimensionen 14 - 17 mm für optimale Heizleistungen
-  normgerechte Verlegeabstände durch Zwangs-Rohrführung
-  zuverlässige Dämmschichtabdeckung durch integrierte,
   robuste Tiefziehfolie
-  weiter Einsatzbereich durch hohe Belastbarkeit (500 kg/m2
   bzw. 3,0 t/m2

Fußbodenheizung für Renovierung

UPONOR Minitec

Uponor Minitec ist dank einer geringen Elementhöhe von rund 1 cm das optimale
System für die Renovierung. Das Uponor Minitec Folienelement mit den PE-Xa Rohren
in der Dimension 9,9 x 1,1 mm kann einfach auf dem bereits vorhandenen Estrich,
Holz oder Fliesenbelag verlegt werden. Die Klebeschicht auf der Rückseite des
Elements garantiert den festen Verbund zum Untergrund während der Montage.
Die Ausgleichsschicht wird bis knapp über die Noppen eingebracht, so dass sich eine
Aufbauhöhe von nur 15 mm ergibt. Die spezielle Konstruktion der Folienelemente
sorgt dafür, dass die Ausgleichsmassen gut einfließen und sich direkt mit dem Unter-
grund verbinden können.

Vorteile:

-  ideal für den nachträglichen Einbau bei Renovierungen
-  begehbare Folienelemente direkt auf vorhandenem Untergrund
   verlegbar
-  niedrige Elementhöhe von nur einem Zentimeter
-  minimaler Montage aufwand durch nur wenige System-Kom-
   ponenten
-  kurze Aufheizzeiten und flinkes Regelverhalten
-  einfacher Anschluss an bestehende Heizungssysteme

Empfehlung:

-  Sole/Wasser-Wärmepumpen mit Fußbodenheizung (35/28 Grad C)
   erreichen Jahresarbeitszahlen von 4,43, d. h., aus 1 kWh Elektro-
   energie werden 4,43 kWh Heizwärme erzeugt.
-  Sole/Wasser-Wärmepumpen mit Radiatoren (55/45 Grad C) hingegen
   erreichen nur Jahresarbeitszahlen von 2,76.

-  Die Fußbodenheizung stellt das effizienteste Wärmeverteilsystem dar.

Berechnungs- und Dimensionierungsnormen

-  Heizlastberechnung DIN EN 12831
-  Auslegung Fußbodenheizung DIN EN 1264

Hinweis:

-  Schätzungen der spezifischen Heizlast pro Quadratmeter ersetzen
   nicht die Berechnung der Heizlast nach DIN EN 12831.
-  Die Schnelldimensionierung von Fußbodenheizungen und Wand-
   heizungen mittels einfacher Softwarelösungen sowie von den
   Herstellern herausgegebenen Tabellenwerken ersetzt nicht die
   Auslegung der Fußbodenheizung nach DIN EN 1264.

erforderliche Unterlagen zur Abnahme einer Fußbodenheizung

-  Heizlastberechnung nach DIN EN 12831
-  Dimensionierung der Fußbodenheizung nach DIN EN 1264
-  Angabe der max. Vorlauftemperatur bei Auslegungstemperatur und der
   Spreizung
-  Verlegepläne der Heizkreise etagenweise
-  detailiertes Angebot Fußbodenheizung
-  detailiertes Angebot Estrichlegearbeiten bzw. Einbringen der Vergußmasse
-  Druckprüfungsprotokoll Fußbodenheizung
-  Protokoll der vorgenommenen Einstellwerte der Heizkreisverteiler / Nachweis
   hydraulischer Abgleich
-  Estrich-Aufheizprotokoll

Hinweis:

Die vorgenommene Verlegung der Fußbodenheizkreise ist mittels
Fotos grundsätzlich zu dokumentieren (Maßstab integrieren).