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Energiegruppe Lahr - Endbericht Feldtest an 33 Wärmepumpen

Nicht jede Wärmepumpe trägt zum Klimaschutz bei.

Schlußbericht:

Erhebliche Unterschiede

Zweijähriger Feldtest Elektro-Wärmepumpen
am Oberrhein
(Kurzfassung)

Zweijähriger Feldtest Elektro-Wärmepumpen
am Oberrhein
(Langfassung)

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Es gibt erhebliche Unterschiede zwischen den Leistungsmessungen auf den Testständen
und der Werbung auf der einen Seite und der Ermittlung von Arbeitszahlen unter realis-
tischen Betriebsbedingungen auf der anderen Seite.

Spitzenreiter Erdreich-Wärmepumpe (Sole/Wasser)

Erdreich-Wärmepumpen (Sole/Wasser) mit Fußbodenheizungen sind der Spitzenreiter.
Im Mittel erreichen sie eine Jahresarbeitszahl JAZ = 3,4, unter Berücksichtigung der
Verluste von Heizungstrennspeichern und der Brauchwassererwärmung eine JAZ = 3,1
(System-Jahresarbeitszahl).
Zwei Erdreich-Wärmepumpen übertreffen mit System-Jahresarbeitszahlen von 4,3 und 4,4
sogar deutlich die Werbe-Arbeitszahl von JAZ = 4.

Gefolgt von Grundwasser-Wärmepumpen

Die Grundwasser-Wärmepumpen schneiden im Mittel mit Erzeuger- und System-
Jahresarbeitszahlen von 3,2 bzw. 2,9 etwas schlechter ab. Ein Spitzenwert mit einer
System-Jahresarbeitszahl von JAZ = 3,8 ist aber möglich.

Schlußlicht Luftwärmepumpe

Schlußlicht bilden die Luft-Wärmepumpen. Bei einer Fußbodenheizung beträgt die
Erzeuger-Jahresarbeitszahl im Mittel JAZ = 2,8, die System-Jahresarbeitszahl aber nur
JAZ = 2,4; und bei Heizkörpern sind es nur noch JAZ = 2,2. Das bedeutet: Fast die
Hälfte des Wärmebedarfes eines Hauses für Heizung und Warmwasser muss der hoch-
wertige und teure Strom decken. Die beste der zwölf untersuchten Luft-Wärmepumpen
kommt auf eine System-Jahresarbeitszahl von JAZ = 3,0.

Weitere Details finden Sie auf der Homepage
http://www.agenda-energie-lahr.de/leistungwaermepumpen.html

Fraunhofer-Institut  - Zwischenbericht Feldtest 2008

Das Fraunhofer-Institut hat gemein-
sam mit EON den Zwischenbericht
des Wärmepumpen-Feldtests 2008
veröffentlicht.

Die bisherigen Ergebnisse zeigen die
deutliche Abhängigkeit der Effizienz
der Wärmepumpensysteme von den
Temperaturen zwischen Wärme-
quelle und Wärmesenke.

Sole-Wasser-Wärmepumpen

Für die Sole-Wasser-Wärmepumpen werden mittlere Arbeitszahlen von JAZ = 3,3 erreicht,
wobei die Anlagen mit Erdkollektor nur eine Jahresarbeitszahl von im Durchschnitt
JAZ = 3,2 erreichen.

Die Schwankungen der Arbeitzahlen der einzelnen Sole-Wasser-Wärmepumpen werden
neben den unterschiedlichen Soletemperaturen durch die Vorlauftemperaturen im Heiz-
kreis verursacht. So haben Anlagen mit einer Vorlauftemperatur nahe 60 Grad C eine
Jahresarbeitszahl JAZ um 2,5, während eine andere Sole-Wasser-Wärmepumpe z. B.
mit einer Jahresarbeitszahl von JAZ = 4,6 nur die Heizwärmebereitstellung mit einer
mittleren Vorlauftemperatur von etwa 36 Grad C für eine Fußbodenheizung übernimmt.
Das Trinkwasser wird in diesem Fall durch eine separate Abluft-Wärmepumpe erwärmt.

Luft-Wasser-Wärmepumpen

Die Luft-Wasser-Wärmepumpen haben im Mittel eine Jahresarbeitszahl von JAZ = 2,7,
wobei hier ebenfalls die Temperatur der Wärmesenke eine große Rolle spielt. Hinzu
kommt, dass bei den Luft-Wasser-Wärmepumpen die Temperaturen der Warmwasser-
bereitung mit vorwiegend 55 Grad C bis 60 Grad C über den Heizkreistemperaturen (im
Mittel um 50 Grad C) liegen und dadurch im Sommer die Arbeitszahlen geringer als in den Wintermonaten ausfallen.

Weiterführende Literatur finden Sie unter:

http://wp-im-gebaeudebestand.de/german/index/

Das Deutsche Umweltbundesamt empfiehlt

Das Umweltamt hat folgende Zusammen-
fassung und den vollständigen Bericht ver-
öffentlicht.

Elektrische Wärmepumpen - eine erneuerbare Energie ?

Wie ist die Umweltbilanz elektrischer Wärmepumpen im Vergleich zu anderen Heizsystemen?

Damit elektrische Wärmepumpen eine spürbare Umweltentlastung bewirken können, muss ihre Jahresarbeitszahl viel größer als 3,0 sein.

In dem Bericht werden auch folgende Empfehlungen dem an einer Wärmepumpenanlage
Interessierten gegeben:

Grundsätzlich gilt:

Vorrangig sollten Gebäudeeigentümer zunächst den Energiebedarf ihres Gebäudes durch
bauliche Maßnahmen reduzieren, um günstige Bedingungen für den Einsatz von Wärme-
pumpen zu schaffen (z. B. Niedertemperaturheizung). Danach kann man den verbleibenden
Bedarf umso umweltfreundlicher decken, auch mit elektrischen Wärmepumpen.

Im Mittelpunkt steht die Jahresarbeitszahl JAZ

Ausschließlich die Jahresarbeitszahl (JAZ) kann die Effizienz einer Wärmepumpenanlage
beschreiben.
Die Effizienz ist gut, wenn das gesamte System der Wärmepumpenanlage folgende
Punkte erfüllt:

     -  Hohe Güte des Wärmepumpenaggregates selbst (hohe Leistungszahl COP)
     -  Gute Abstimmung der installierten Einzelkomponenten
     -  Möglichst konstant hohe Temperatur der verwendeten Wärmequelle (Abwärme oder
         warmes Abwasser sind besser als Außenluft)
     -  Niedrige Vorlauftemperatur und kleine Temperaturdifferenz zwischen Wärmequelle
         und Heizungsvorlauf

Kunden fragen verstärkt nach Qualität

Kunden sollten beim Kauf einer Wärmepumpenanlage eine möglichst gute Qualität ihrer Anlage aktiv nachfragen. Soweit möglich sollte eine garantierte Jahresarbeitszahl Bestandteil des Vertrages sein.
Die voraussichtlich zu erreichende Jahresarbeitszahl sollte mittels einer fundierten
Berechnung z. B. mittels JAZcalc nachgewiesen werden.

Wärmemengenzähler grundsätzlich empfohlen

Das Umweltbundesamt empfiehlt, einen Wärmemengenzähler installieren und korrekt
einstellen zu lassen. Auf diese Weise ist es möglich, anhand der Stromrechnung und der
erzeugten Wärme die tatsächliche Jahresarbeitszahl der Wärmepumpe zu ermitteln und
die ggf. zuvor vertraglich vereinbarte Effizienz der Wärmepumpenanlage überschlägig zu
überprüfen.

Die Wärmepumpe boomt in Vorarlberg (Österreich)

Zwischenbericht zum Feldtest 2008

Bericht des Bundesumweltamtes
Elektrische Wärmepumpen - eine erneuerbare
Energie ?

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Die Anzahl der geförderten Wärmepumpen im VKW-Netz ist auch 2008 gestiegen.

Der Marktanteil installierter Wärmepumpen ist 2008 in Vorarlberg nochmals gestiegen.
Er liegt nun bei 65 % im Neubau und bei 27 % in der Sanierung. Dies geht aus einer
Statistik der VKW hervor, die jährlich seit dem Jahr 2000 durchgeführt wird.
Die häufigst installierte Wärmepumpe ist die Anlage mit Erdsonden (knapp 2/3 der Geräte).

WärmepumpenstatistikVorarlberg
Energieeffizienz und Alternativ-
energien

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